Das Schokoladenmuseum
in Köln
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Das Schokoladenmuseum Köln

Das Schokolademuseum in Köln ist nicht nur ein beliebter Besuchermagnet für die kleinen Kinder, sondern auch für alle Erwachsenen. Schon allein die Lage in der Innenstadt Kölns ist prädestiniert für einen gelungenen Ausflug. Das Museum liegt nämlich auf der Rheinauhalbinsel im Rheinauhafen, direkt am Rhein.

Gründer des Museums

Gründer des Imhoff-Schokolademuseums ist der Kölner Schokoladefabrikant Hans Imhoff. Ihm gehörte die Stollwerck AG, eine der führenden und innovativsten Schokoladenmanufakturen weltweit. 1975 kam Imhoff bei einem Umzug des Unternehmens auf die Idee, ein Museum einzurichten, da ihm viele alte Exponate in die Hände fielen. Die Idee des Museums stieß allerdings zuerst auf Skepsis. Hans Imhoff ließ sich jedoch nicht beirren, sondern setzte seine Idee um. Dazu suchte er ein Grundstück für sein Projekt, welches er Anfang der 90er Jahre tatsächlich fand.

Das Grundstück wurde von Hans Imhoff erworben. Es bildete im Rheinauhafen einen städtebaulich wichtigen Bereich für die Entwicklung des gesamten Gebietes. 1992 – 1993 wurde dann das Museum errichtet und begründete damit die Initialzündung zur Umstrukturierung des dortigen Hafenareals.

Schokoladenmuseum

Bau des Museums

Gebaut wurde das Gebäude von den Architekten Eller + Eller. Insgesamt beträgt die Fläche des Baus 8.000 m2. Die Architektur des Schokolademuseums ist typisch für Anfang der 90er Jahre: Neben einem alten Backsteinbau von 1898 (das ehemalige Preußische Zollamt), findet man einen Neubau mit viel Glas und Aluminium in postmoderner Formensprache. Manche Besucher erkennen in der Gesamtarchitektur einen Dampfer, dies ist aber mehr Interpretation, als Wirklichkeit. Die einzelnen Teile des Museums sind sehr stark gegliedert.

Von der Bohne zur Schokoladentafel

Das Gebäude soll eine Schokolade-Fabrik erlebbar machen, das heißt die Produktion sichtbar machen. Der Prozess der Schokolade-Herstellung - von Entstehung der Bohne auf dem Baum, über Ernte, Röstung der Bohne bis zur Verarbeitung und Verpackung - soll in all seinen Produktionsschritten aufgezeigt werden. Die Architekten entschlossen sich dabei, auf 2 Seiten des alten Zollamtes Erweiterungen vorzunehmen und das Zollamtsgebäude als Mittelteil stehen zu lassen. Die Prozesse der Schokolade-Erzeugung wurden dann in die einzelnen Bauteile hineingelegt und spiegeln sich auch in der Außenform wieder.



Kommt man hinein, so hat man durch das viele Glas eine grandiose Aussicht auf den Rhein, auf die Kölner Innenstadt mit dem Dom und den direkt am Museum vorbeigleitenden Schiffsverkehr.

Der Schokoladenbrunnen

Im Inneren ist der berühmte 3 Meter hohe Schokolade-Brunnen am Spitz des Museums ein Highlight der Verkostung. Neben diesem Schmankerl gibt es noch jede Menge Informationen rund um die Produktion und Verarbeitung, sowie auch ein kleines Tropen-Gewächshaus mit Kakaopflanzen der Sorten Theobroma cacao und Theobroma grandiflorum.

Auch eine Sammlung enthält das kulturgeschichtlichen Spezialmuseum. Sammelschwerpunkte sind dabei:

  1. Schokolade bezogene Objekte von alt-amerikanischen Kulturen
  2. Porzellane und Silber-Schalen aus dem 18. und 19. Jahrhundert europäischer Manufakturen
  3. Schilder aus Emaille
  4. historische Produktionsmaschinen, Hohlformen und Gussformen

Die Ausstellungsfläche beträgt in etwa 4.000 m². Hier ist eine Miniatur-Produktionsanlage angelegt, welche den Besuchern die Funktionsweise von industrieller Schokoladenherstellung aufzeigt.

Weitere Ausstellungen im Hause

Immer wieder angebotene Sonderausstellungen ergänzen das Angebot der Dauerausstellung. So findet man darunter Themen wie: "Himmlisch, die Engelausstellung" oder "Konsum – Verantwortung – Zukunft", eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Regenwaldstiftung OroVerde.

Es ist ein Besuchermagnet

Insgesamt besuchen 65 000 Gäste pro Jahr das Museum. Obwohl Köln viele hochwertige Museen besitzt, bleibt das Schokolademuseum der Dauerbrenner und führt die Besucherzahlen an. Die Besucheranzahl ist sogar so hoch, dass das Museum zu den Top 10 Museen in Deutschland zählt. Das Interesse nach Informationen rund um die Schokolade, sowie ein Schokolade-Erlebnis der besonderen Art, ist nach wie vor sehr hoch. Gerade als Familienausflug lohnt sich die Destination. Am Ende kann man die Schokolade nicht nur verkosten, sondern auch kaufen.

Das Schokolademuseum in Köln war eines der ersten dieser Art. Mittlerweile gibt es auch von der Firma Zotter in Österreich ein Schokolademuseum, welches Genuss und Bildung verbindet.

Betreiber des Schokoladenmuseums

Betreiber des Museums in Köln ist die Schokoladenmuseum Köln GmbH. 2006 stieg als neuer Partner der Produktionsausstellung die Schweizer Firma Lindt & Sprüngli ein. Der alte Name des Museums (Imhoff-Stollwerck-Museum) ist aber geblieben. Der Name symbolisiert damit ein Stück Kölner Geschichte und ehrt eine wichtige Familie der Schokoladeindustrie: die Familie Imhoff. Hans Imhoff wurde 1922 in Köln geboren, und verbrachte sein ganzes Leben mit und für die Schokolade. 2015 starb er. Seit diesem Zeitpunkt führt Gerburg Klara Imhoff die Ideen ihres Mannes fort. Annette Imhoff und ihr Mann Christian Unterberg-Imhoff haben nun in der 2. Generation 2016 die Geschäftsführung des Schokoladenmuseums übernommen und setzen vermehrt auf Partnerschaften, wie eben auf die Partnerschaft mit der Firma Lindt & Sprüngli.

Das Schokolademuseum ist eine Erfolgsgeschichte und zeigt, dass mit viel Engagement, einem positiven Willen und etwas Kapital ein Museum, welches auch die Gaumenfreuden erfreuen kann, durchaus nicht in die negativen Zahlen laufen muss. Kulturgeschichtliche Aufarbeitung bei gleichzeitiger Vermittlungsarbeit können Kinder, wie auch Erwachsene begeistern und ein höheres Bewusstsein für jene Lebensmittel schaffen, von welchen man nie genug bekommen kann. Es ist eben nicht egal, was vor dem Kauf der Schokolade passiert, sondern es ist so, dass man mit einem Stück Schokolade in der Hand auch deren Geschichte und Herstellung kennen sollte.

 

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